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Vorschau zum siebten Spieltag

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Nachdem die vergangene Englische Woche von uns ein wenig vernachlässigt wurde, folgt nun wieder der regelmäßige Bundesligaalltag und mit ihm auch die gewohnten Inhalte. Im Spitzenspiel trifft der Spitzenreiter auf seinen Verfolger, Bayern München fährt zum Hamburger SV, Ausgang offen.

Schon wieder Bundesliga? Richtig, es ist schließlich Samstag und damit Bundesliga Zeit. Zum dritten Mal innerhalb von acht Tagen darf Fußballdeutschland die Spiele seiner höchsten Spielklasse bestauen. Dabei steht mit dem Nord-Süd-Klassiker zwischen dem Hamburger SV und Titelverteidiger Bayern München ein echtes Highlight auf dem Programm. Besonders brisant wird diese Partie diesmal durch die Tabellenkonstellation. Der Erste gegen den Zweiten. Titelinhaber gegen Titelanwärter? Zumindest spricht vieles dafür. Der HSV präsentierte sich in den letzten Wochen und Monaten stark wie nie, konnte auch sein letztes Spiel beim vermeintlichen Mitkonkurrenten VfB Stuttgart um die internationalen Plätze gewinnen. Bayern hingegen gelang gegen Hannover der 15. Sieg in Folge - absoluter Bundesligarekord, Tendenz nach oben weiter offen. Mit Michael Ballack kehrt nach zweiwöchiger Pause Bayerns wichtigster Spieler zurück in die Mannschaft. Auch Stürmer Roque Santa Cruz steht wieder zur Verfügung.

Im Verfolgerduell trifft der Vorjahresdritte Werder Bremen auf die durch Rudi Völler wieder erstarkten Leverkusener. Nach zwei Siegen in Folge unter "Rudi Nationale" rechnet man sich beim Werksklub wieder Chancen auf den als Minimalziel ausgegebene UEFA-Cup aus. Der schon des Öfteren als Interimscoach eingesprungene Ex-Nationalteamchef Völler ist mit Leverkusen in allen seinen neun geleiteten Partien ungeschlagen, ein Zustand, den die Bremer mit ihrem K&K-Sturm nur zu gerne unterbrechen würden, auch wenn dieser zuletzt bei Borussia Mönchengladbach unter Ladehemmungen stand. Bremen verlor 1:2. Dennoch scheint die Partie völlig offen. Mit einem Sieg könnte Werder bei gleichzeitigem Punktverlust der Hamburger auf den zweiten Platz vorrücken. Ein Unentschieden würde keinem wirklich helfen, wollen beide doch möglichst nah an den jetzt schon um vier Punkte enteilten Münchner Bayern dranbleiben.

Die zuletzt viermal in Folge sieglosen Schalker stehen gegen Hannover in der Pflicht wie lange nicht mehr. Hatte man sich zum Bundesligastart noch als Bayernverfolger Nr. 1 ausgerufen, so findet man sich mittlerweile nach gerademal sechs Spieltagen abgeschlagen mit acht Punkten Rückstand auf die Spitze auf Rang 6 wieder. Auch wenn Trainer Ralf Rangnick bis jetzt demonstrativ von Vorstand und Spielern Artenschutz genoss, so dürfte dessen Stuhl beim erneuten Ausbleiben eines Sieges doch allmählig ins Wanken geraten.

In den weiteren Partien treffen die zuletzt siegreichen Wolfsburger auf die von Friedhelm Funkel trainierte Eintracht. Nach der knappen Niederlage gegen Bayern gehen die Frankfurter mit gesundem Selbstvertrauen in die Begegnung, aber auch der VfL kann sich mit Doppeltorschütze Mike Hanke berechtigte Hoffnung auf einen Dreier machen. Am Bruchweg ist an diesem Spieltag Borussia Dortmund zu Gast. Nachdem die gebeutelte Dortmunder Geschäftsführung während der Woche mal wieder finanzielle Verluste vermelden musste, konnte die Mannschaft mit einem 2:0 über Bielefeld deutlich Positiveres vermelden. Ob die Bielefelder heute Wiedergutmachung an den Tag legen, bleibt abzuwarten. Immerhin haben die Arminen Bremen-Bezwinger Borussia Mönchengladbach zu Gast, die sich durch den Sieg erstmal ins gesicherte Mittelfeld befördert haben. Davon sind die Nürnberger momentan meilenweit entfernt. Auch wenn die Leistungen zuletzt ansprechend waren, sprangen aus den letzten drei Partien lediglich drei Zähler heraus. Daher möchten die von Wolfgang Wolf trainierten Franken gegen ihren Mitkonkurrenten um den Nichtabstieg MSV Duisburg unbedingt gewinnen.

Am morgigen Sonntag trifft der 1. FC Köln auf Hertha BSC Berlin. Während die Götzelf die Erwartungen des Umfeldes soweit erfüllen konnte (4.), treiben die von Erfolgstrainer Uwe Rapolder trainierten Kölner derweil noch irgendwo zwischen hopp und flopp, ähnlich wie der FCK, der zwischenzeitlich gute spielerische Ansätze aufblitzen ließ, zuletzt aber nur einen Punkt aus drei Spielen mitnehmen konnte. Dass man trotz dieser mauen Bilanz noch vor dem heutigen Gegner aus Stuttgart in der Tabelle steht, sagt eigentlich alles über den bisherigen Saisonverlauf der Schwaben aus. Alles andere als ein Sieg wird man beim VfB also kaum akzeptieren.

24. September 2005 - Marcel Hermes

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