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Von Meisterträumen und Abstiegssorgen

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Der 30. Spieltag der 1. Bundesliga hält möglicherweise schon einige Vorentscheidungen in Sachen Meisterschaft und Abstiegskampf bereit. Titelverteidiger Bayern München empfängt Arminia Bielefeld, Verfolger HSV ist beim MSV Duisburg zu Gast. Im Kampf um die Nichtabstiegsplätze treffen sich sowohl Nürnberg und Kaiserslautern als auch Frankfurt und Mainz im direkten Duell.

Mit den unter der Woche gegen Eintracht Frankfurt aus dem DFB-Pokal ausgeschiedenen Bielefeldern, haben die Bayern am morgigen Samstag eine lösbare Aufgabe vor sich. Während für die Ostwestfalen nämlich im Halbfinale Schluss war, zogen die Bayern wie gewohnt ins Pokalendspiel ein, nachdem sie unter der Woche ihren Pflichten beim Regionalligisten FC St. Pauli zwar wie erwartet, aber dennoch glanzlos mit einem 3:0 Sieg gerecht wurden. St. Paulis Stadtrivale aus Stellingen machte es indes besser und gibt den einzig verbliebenden Bayernverfolger auf die Meisterschaft. Einen Sieg in Duisburg vorausgesetzt, bliebe die Meisterschaft auch bei gleichzeitigem Dreipunkteerfolg der Münchner weiter offen. Sollte dem HSV auf den letzten Metern jedoch die Puste ausgehen, wäre den Bayern der Titel vermutlich nicht mehr zu nehmen. Vor der Saison hatte man auf Schalke auch noch offen mit der Meisterschaft kokettiert, die Gegenwart belehrt die Knappen allerdings eines Besseren. Platz 4 und sechs Punkte Abstand auf den zur Champions League-Qualifikation berechtigenden dritten Rang, die Saison scheint gelaufen. Während der Woche verlängerte man den Vertrag mit Trainer Mirko Slomka, ein eindeutiges Zeichen dafür, dass man sich offenbar schon, trotz öffentlicher Kampfesaussagen, mit der Situation abgefunden hat und auf die kommende Saison setzt. Für Köln schlägt wiedereinmal die letzte Stunde im Kampf um den Klassenerhalt, vermutlich könnte es diesmal die endgültig letzte gewesen sein.

Diese könnte morgen auch im Berliner Olympia Stadion für Borussia Dortmund im Kampf um die internationalen Plätze erklingen. Der Abstand auf Platz 5. beträgt sechs Punkte, zuviel, sollte man morgen gegen den aktuell Fünftplatzierten aus Berlin nicht siegreich vom Platz gehen, denn auch Leverkusen und Gladbach kämpfen morgen in der BayArena um die Plätze. Und auch in der VW-Arena kommt es zu einem vorentscheidenden (Nord-)Duell zwischen dem Werksklub aus Wolfsburg und Werder Bremen. Die Bremer möchten dem HSV den zweiten Platz nochmal streitig machen, während sich die Wolfsburger nach zuletzt schlechten Leistungen mittlerweile voll im Abstiegskampf wiedergefunden haben. Einer der Vereine, der noch dafür sorgen könnte, die Wolfsburger ins Niemandsland der Zweitklassigkeit zu stoßen, ist Kaiserslautern. Die Pfälzer treten am Sonntag zu einem weiteren richtungsweisendem Spiel gegen Gastgeber Nürnberg an. Der Club kann allerdings deutlich entspannter in die Partie gehen und bei einem Sieg sogar den Klassenerhalt nahezu perfekt machen. Im zweiten Sonntagsspiel empfängt Hannover 96 den VfB Stuttgart. Während die Niedersachsen ihre Europaträume mittlerweile begraben mussten, spekulieren die Schwaben weiterhin auf Platz 5. Allerdings sind beide Teams zuletzt weit hinter den Erwartungen zurückgeblieben, sodass die Punkteteilung bei beiden Mannschaften mittlerweile zum Standardergebnis verkommen ist.

14. April 2006 - Marcel Hermes

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