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Vorschau - Der 24. Spieltag

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Die 1. Bundesliga startet am kommenden Samstag (15:30 Uhr/live bei Premiere) in den 24. Spieltag und wartet mit einigen interessanten Begegnungen auf. Titelverteidiger Bayern München empfängt Verfolger Hamburger SV und Mitkonkurrent Werder Bremen muss zum Gastspiel in die BayArena nach Leverkusen. Im Tabellenkeller muss Duisburg nach Nürnberg.

FC Bayern München - Hamburger SV
Die zuletzt durch schlechte Leistungen und Unruhe in Team und Umfeld arg gebeutelten Hamburger sind nach der 0:2-Heimniederlage am letzten Spieltag gegen den VfB Stuttgart auf Wiedergutmachung aus. Inwieweit dieses Vorhaben zur Herkulesaufgabe erwachsen könnte, bleibt abzuwarten. Neben Kapitän Daniel van Buyten fällt nämlich auch Mittelfeldstabilisator Raphael Wicky gesperrt aus. Hinzu kommt, dass die Bayern in der Allianz-Arena noch ohne Punktverlust sind. Die letzte und einzige Niederlage der Saison ist gar auf den 24.9.2005 datiert. Aber wie könnte es anders sein? Der Gegner hieß damals Hamburger SV.

Bayer 04 Leverkusen - SV Werder Bremen
Nach den zuletzt starken Auftritten gegen Juventus Turin und Borussia M'Gladbach kommen die Werderaner diesen Spieltag zum Gastauftritt in die BayArena und reisen als aktuell Zweitplatzierter entsprechend als klarer Favorit an. Aber auch Gastgeber Bayer Leverkusen konnte zuletzt durchaus überzeugen, zumindest was die Punkteausbeute betrifft. So holte der Werksklub aus den letzten vier Begegnungen neun Zähler und steht damit momentan auf dem sechsten Tabellenrang mit Anschluss an die UEFA Cup Plätze.

Hannover 96 - FC Schalke 04
In der AWD-Arena empfängt Hausherr Hannover 96 Champions League-Aspirant Schalke 04. In der Klinsmannschen Terminologie könnte man diese Partie momentan sicherlich in den "erweiterten Kreis" der Topduelle einstufen, spielt doch immerhin der Siebte gegen den Vierten. Die in diesem Jahr unter Trainer Mirko Slomka noch ungeschlagenen "Knappen" könnten bei einem Sieg mit gleichzeitiger Unterstützung der Bayern gegen den HSV erstmals wieder an den Hamburgern vorbeiziehen und sich des zur Champions League-Qualifikation berechtigenden dritten Platzes erfreuen. Allerdings ist Schalke viel daran gelegen, die derzeit stark spielenden Hannoveraner nicht zu unterschätzen. Die am letzten Spieltag erlittenen 1:2 Niederlage in Wolfsburg war erst die erste Niederlage im 12. Spiel unter Coach Peter Neururer.

1. FC Kaiserslautern - VfB Stuttgart
Auf dem Betzenberg bittet Kaiserslautern diesmal die sonst eher nüchtern auftretenden Schwaben aus Stuttgart zum teuflischen Tanz. Beide Teams wussten in den letzten Spielen durchaus zu überzeugen. Die Lauterer blieben in den letzten drei Partien jeweils ohne Gegentor und befinden sich nunmehr wieder ganz dick im Geschäft um die Nichtabstiegsplätze. Und auch die Stuttgarter haben sich nach dem mäßigen Start unter Neutrainer Armin Veh mit zuletzt zwei Siegen wieder auf die Erfolgsspur begeben.

Die übrigen Paarungen am Samstag
In den weiteren Samstagspartien treffen die akut abstiegsgefährdeten und wohl nur noch schwer zu rettenden Kölner auf die momentan ebenso erfolglosen Herthaner. Beide Mannschaften sind zum Siegen verdammt und es ist nicht unwahrscheinlich, dass bei einer Berliner Niederlage der zehnte Trainerwechsel der laufenden Spielzeit ins Haus steht. Und auch zwischen Nürnberg und Duisburg geht es keineswegs ums größte Kuchenstück, sondern vielmehr um das Sammeln möglichst vieler Krümel, um am Ende doch noch satt genug für die höchste deutsche Spielklasse zu werden. Und auch Mainz ist dringend auf Sättigung angewiesen, um die Abstiegsplätze wieder verlassen zu können, die Anzeichen auf einen Sieg stehen allerdings eher schlecht. In der Bundesliga konnte die Elf vom Bruchweg bislang kein einziges Spiel gegen Dortmund für sich entscheiden, und damit das so bleibt, will diesmal auch Neustürmer Matthew Amoah bei den Borussen kräftig mithelfen. Der Ghanaer war verletzt vom Afrika Cup zurückgekehrt und kam aus diesem Grund bisher noch zu keinem Einsatz für seinen neuen Arbeitgeber. Nun ist er aber wieder angeschlagen und wird wohl wie auch Rosicky und Weidenfeller nicht auflaufen können.

Der Bundesliga-Sonntag
Im ersten Sonntagsspiel empfängt Borussia M'Gladbach die zuletzt siegreichen Bielefelder Arminen. Nach den wenig glanzvollen letzten Wochen und der 0:2 Schlappe bei Werder Bremen wird es für Horst Köppel bei den "Fohlen" langsam ungemütlich. Die durch die Anfangserfolge hervorgerufenden hohen Erwartungen an das Gladbacher Urgestein könnten ihm bei anhaltender Erfolglosigkeit Probleme bereiten, zumal die Gladbacher in der Rückrunde erst ein einziges Spiel für sich entscheiden konnten. Ähnlich turbulent erlebt derzeit Klaus Augenthaler seine Zeit als "Wölfedompteur". Auch wenn es vergangenen Spieltag zu drei Punkten reichte, herrscht in Wolfsburg derzeit immer noch Tauwetter. Fünf Punkte trennen den VfL gerademal von den Abstiegsrängen, von den eigentlichen internationalen Ansprüchen ganz zu schweigen.

03. März 2006 - Marcel Hermes

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