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Vorschau zum zweiten Spieltag

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Die Grundnervosität vom ersten Spieltag sollte sich im Laufe der Woche gelegt haben, nun folgt Spieltag Nummer zwei und mit ihm der harte Bundesligaalltag. Mit Leverkusen gegen die Bayern und Dortmund gegen Schalke warten zwei Topduelle am Samstag auf die Fans.

Bremen, Hamburg und Mainz kommen in den Genuss einer Englischen Woche, einzig die Werderaner können mit der 1:2-Niederlage in der Champions League-Qualifikation nicht zufrieden sein. Hamburg legte im UI-Cup-Finale mit 1:0 gegen Valencia den Grundstein für die Teilnahme am UEFA-Cup, auch Mainz könnte nach dem gestrigen 2:0-Erfolg den Schritt ins europäische Geschäft schaffen.

Die Spiele im Überblick

Bayer 04 Leverkusen – FC Bayern München
In der BayArena gab es in der Vergangenheit bei Spielen gegen Bayern München oft großartigen Fußball zu bewundern, doch der Glanz der letzten Jahre ist bei Bayer Leverkusen verblasst. Eigentlich möchte man im tiefsten Inneren endlich einmal Meister werden, doch schon das Auftreten in Frankfurt brachte den ersten Dämpfer. Zwar gewann man mit 4:1, doch das Ergebnis täuscht nicht darüber hinweg, dass die Mannschaft wenig gefestigt ist und vor allem in der Abwehr die nötige Sicherheit vermissen lässt. Mit ähnlicher Leistung wird es ohne Reservebank gegen die Bayern zu keinem Punktgewinn reichen können, soviel ist sicher. Dass die Bayer-Elf trotzdem mit breiter Brust auftreten wird, kann verborgene Stärken freilegen, kann aber auch überfordern. Der Deutsche Meister seinerseits kann ohne Sorgen nach Leverkusen reisen, zwar muss Lizarazu den gesperrten Ismael ersetzen, aber mit 1000 Bundesligaauswärtspunkten im Visier und dem Schub aus dem Gladbachspiel kann man sich nur selber schlagen. Im Vorjahr konnte Leverkusen mit einem 4:1-Erfolg überzeugen, diesen zu wiederholen wird sehr, sehr schwer.

Borussia M’Gladbach – VfL Wolfsburg
Folgt man den Eindrücken vom ersten Spieltag, so ist der VfL Wolfsburg in Mönchengladbach der Favorit. Im Spiel gegen Dortmund konnten die VW-Städter eine recht sichere taktische Ausrichtung präsentieren und hatten die Möglichkeit zum Sieg. Allerdings, und das ist die Hoffnung der Gladbacher, stimmten die Zuteilungen plötzlich nicht mehr, als der Gegner seine stärkste Phase hatte und das Spiel drehen konnte. Mit dem konservierten Kampfgeist vom Spiel in München ist für die Mannschaft vom Niederrhein zumindest ein Punkt gegen den ehemaligen Trainer Fach drin.

Borussia Dortmund – FC Schalke 04
Das Revierderby steht wie immer im Mittelpunkt des Bundesligageschehens. Auch wenn die Spieler mit der jeweiligen Stadt nur noch wenig verbindet, sobald sie die Bühne vor 83.000 aggressiven Zuschauern betreten, werden selbst die ausländischen Neueinkäufe bis aufs Äußerste motiviert. Diesmal stehen die Weichen ganz auf einen Schalker Auswärtssieg, die auch ohne Lincoln gegen Kaiserslautern guten Fußball spielten und am Ende glücklich, aber verdient drei Punkte einfahren konnten. In Dortmund sah man in der nahen Vergangenheit immer gut aus, der letzte Borussensieg ist mittlerweile sieben Jahre her und so soll es auch am Samstag klappen. Dortmund ist nach wie vor in der Selbstfindungsphase, die UI-Cup-Blamage ist noch frisch und in Wolfsburg hat man sich auch trotz einer guten halben Stunde nicht mit Ruhm bekleckert. Hinzu kommt der Ausfall des jungen Sahin, der immerhin einer der besten Spieler in der VW-Arena war, für ihn spielt Kruska. So tritt man dem Rivalen mit stumpfen Waffen entgegen, braucht viel Kraft und Ruhe, um den Sieg vom Rückspiel der letzten Saison zu wiederholen.

Hertha BSC Berlin – Eintracht Frankfurt
Vor einer Woche zeigte Berlin, wie sehr ein schlagkräftiger Stürmer fehlt. Vor einer Woche zeigte Frankfurt, wie defensiv ausgerichtet der Aufsteiger spielt. Keine gute Aussichten also für viele Tore im Olympiastadion, dabei dürfte die Hertha eigentlich der Favorit sein. Gegen Hannover wurde der Sieg aus der Hand gegeben, aber die Grundmarschrichtung ist klar und Frankfurt nicht unbedingt der Angstgegner. Vielmehr muss die Eintracht versuchen, den guten Gesamteindruck vom Leverkusenspiel zu bestätigen und diesmal nicht in einer Viertelstunde durch individuelle Abwehrschwächen alles zu verlieren, sondern die Defensivmauer über 90 Minuten aufrecht zu erhalten. Vielleicht führt dann ein schneller Konter zum Erfolg.

1. FC Kaiserslautern – MSV Duisburg
Auf dem „Betzenberg“ empfangen die „Roten Teufel“ am morgigen Sonnabend Aufsteiger MSV Duisburg. Die „Zebras“ präsentierten sich letzten Spieltag erstaunlich stark gegen die vom italienischen Startrainer Giovanni Trappatoni trainierten Stuttgarter. Formell sind die Lauterer Favorit, aber mit Ahanfouf haben die Westfalen einen gefährlichen Mann in ihren Sturmreihen.

1. FC Nürnberg – Hannover 96
In Nürnberg kommt es zum Aufeinandertreffen des Clubs und Hannover 96. Während die Niedersachsen gegen Hertha BSC schon den ersten Punkt einfahren konnten, steht Nürnberg noch ohne Punktgewinn da. Bei den Franken wird wohl wieder viel von der Verfassung ihres Mittelfeldstars Marek Mintal abhängen.

DSC Arminia Bielefeld – Hamburger SV
Arminia Bielefeld hat diesen Spieltag in der Schüco Arena den Hamburger SV zu Gast. Den „Rothosen“ dürfte noch das unter der Woche erfolgreich im UI-Cup gegen Valencia erreichte 1:0 in den Beinen stecken. Zusätzlich wird auf der linken Mittelfeldseite Stefan Beinlich auf Grund eines Muskelfaserrisses ausfallen. Für die Bielefelder geht es um Wiedergutmachung, nachdem man am letzten Spieltag in Bremen mit 2:5 unter die Räder gekommen war.

VfB Stuttgart – 1. FC Köln
In der ersten Sonntagspartie empfangen die in der Sommerpause völlig umformierten Stuttgarter die Rapolder-Elf aus Köln. Beide Teams konnten in ihrem ersten Bundesligapflichtspiel vergangenes Wochenende noch nicht wirklich überzeugen. Während das Wort „Konzeptfußball“ in Köln noch mehr Fremdgegenstand als Leitlinie ist, haben die Schwaben nach dem enttäuschenden 1:1 gegen Duisburg während der Woche noch einmal auf dem Transfermarkt zugeschlagen und den Kroaten Carevic verpflichtet.

1. FSV Mainz 05 – SV Werder Bremen
Und am Bruchweg kommt es zu guter Letzt zur Begegnung zwischen Mainz und Werder Bremen. Beide Mannschaften spielten unter der Woche um den Einzug ins internationale Geschäft, mit unterschiedlichem Erfolg. Während die Bremer nach ihrer Niederlage in Basel in der Champions League-Qualifikation mit einer gehörigen Portion Wut ins Spiel gehen werden, haben sich die Mainzer am gestrigen Donnerstag ein solides 2:0 Polster für das Rückspiel gegen Kevlavik um den Einzug in den UEFA-Cup erspielt.

12. August 2005 - Marcel Hermes

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