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Vorschau zum vierzehnten Spieltag

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Der 14. Spieltag steht vor der Tür und die Bundesliga geht so langsam aber sicher auf die Winterpause zu. Während an der Tabellenspitze die Verhältnisse zumindest bis zum nächsten Spieltag geklärt sind, ist die Situation im Tabellenkeller spannender denn je. Den Letzten Kaiserslautern trennen gerade einmal zwei Punkte vom 1. FC Köln auf Platz 15.

Die Partie zwischen Schalke 04 und Werder Bremen darf man getrost als das Top-Duell des Wochenendes betiteln. Der Vizemeister aus Gelsenkirchen erreichte unter der Woche einen souveränen 3:0 Heimerfolg gegen PSV Eindhoven, ganz im Gegensatz zu den Bremern, die in Barcelona gegen einen überragenden Ronaldinho mit 1:3 unterlagen. Beim Zweitplatzierten Bremen fallen beide Teile des K&K-Sturms aus, die vermutlich durch Edeljoker Nelson Valdez und Aaron Hunt ersetzt werden. Auf Seiten der Schalker trifft Fabian Ernst zum ersten Mal auf seine alten Kollegen von der Weser. Der Nationalspieler ist neben Frank Rost und Mladen Krstajic einer der drei Ex-Bremer bei den Königsblauen. Da der Abstand auf Bremen schon ganze sieben Punkte beträgt, wäre alles andere als ein Heimsieg in der Veltins-Arena aus Schalker Sicht eine Enttäuschung.

Titelverteidiger Bayern München hat mit Mainz 05 dagegen zu Hause eine durchaus lösbare Aufgabe vor der Brust. Die Münchner präsentierten sich am Dienstag in der Champions League ähnlich spielfreudig wie die Rangnick-Elf und schickten Rapid Wien mit einer 4:0 Packung nach Hause. Zwei Tore steuerte dabei Stürmerstar Roy Makaay bei und entledigte sich damit wohl endgültig seiner Torflaute. Aber auch der FSV blieb zuletzt vier Partien ungeschlagen, geht natürlich aber dennoch als absoluter Underdog ins Spiel. Auf Seiten der Münchner wird aller Voraussicht nach Michael Ballack erneut passen müssen. Den von internationalen Spitzenklubs stark umworbenen Nationalspieler plagen immernoch die Nachwehen seiner im Länderspiel gegen Frankreich zugezogenen Oberschenkelverletzung.

In der Bayarena kommt es zu einer weiteren Spitzenbegegnung um die internationalen Plätze zwischen Gastgeber Bayer Leverkusen und dem Hamburger Sportverein. Der in der Fremde noch ungeschlagene HSV möchte seine Serie halten und drei Punkte aus Leverkusen entführen, aber auch Bayer war in den letzten fünf Heimspielen nicht zu bezwingen. Ein Vorteil für die Skibbe-Elf könnte die gestrige Niederlage des HSV im UEFA Cup gegen den AS Monaco sein, denn man muss abwarten, wie sich die Hamburger, die im Übrigen die Mannschaft mit den meisten Pflichtspielen dieser Saison in der Bundesliga sind, nach der wenig guten Leistung im Fürstenstaat, präsentieren werden.

In den weiteren Samstagspartien empfängt Hannover 96 den Tabellenletzten 1. FC Kaiserslautern. Während Peter Neururer seinen Heimeinstand in der Kanzlerstadt gibt, reist Kaiserslautern mit Wolfgang Wolf im Schlepptau an, der noch überhaupt kein Spiel als Trainer der Roten Teufel bestritten hat. Der erst vor wenigen Wochen in Nürnberg entlassene Wolf übernahm erst vergangenen Montag den Trainerstuhl des Betzenbergs von Ex-Coach Michael Henke. Und weil zwei (mehr oder weniger) neue Trainer noch nicht genug sind, empfängt der 1. FC Nürnberg im Frankenstadion die zuletzt ebenfalls siegreiche Borussia aus Dortmund. Ebenso wie Peter Neururer in Hannover feiert auch Hans Meyer in Nürnberg an diesem Spieltag sein Heimdebüt und auch wenn der letzte Heimsieg gegen den BVB schon lange zurück liegt, wird der Club alles daran setzen, das Vertrauen in den neuen Trainer nicht zu erschüttern. Dabei möchte auch so schnell wie möglich wieder Torjäger Marek Mintal helfen, der unter der Woche nach seinem Mittelfußbruch wieder die ersten Übungen mit dem Ball absolvieren konnte. Davon ist Rüdiger Kauf in Bielefeld nach seinem Kreuzbandriss noch weit entfernt. Die Arminia zeigte sich in der Vergangenheit dennoch überraschend stark, auch wenn das letzte Spiel gegen Bayern zuhause in den Schlussminuten noch unglücklich verloren ging. Wolfsburg, die letzten Spieltag mit 1:6 bei Werder Bremen unter die Räder kamen, ist dagegen momentan auf Formsuche. Die Werkself konnte aus den letzten vier Spielen lediglich zwei Punkte mitnehmen, zu wenig für einen Klub mit internationalen Ambitionen. Die hätte vielleicht auch irgendwann gern der 1. FC Köln wieder. Davon sind die Geißböcke momentan aber noch meilenweit entfernt, auch wenn sich die Tendenz mit zuletzt zwei Unentschieden gegen Wolfsburg und Schalke leicht verbessert hat.

Während der HSV als UEFA-Cup-Teilnehmer am Samstag schon ran muss, können Hertha und Stuttgart noch eine Nacht länger schlafen. Im Gegensatz zu Hertha (0:0 gegen RC Lens) konnte Stuttgart seine Partie in Saloniki noch in aller letzter Sekunde umbiegen und gewann mit 2:1. Herthas Gegner am Sonntag, Borussia Mönchengladbach, möchte seine schlechte Statistik beim Hauptstadtklub (null Punkte und 0:9 Tore aus den letzten beiden Partien) aufbessern und die gute Tabellenplatzierung wenn möglich sogar ausbauen (6.). Die Frankfurter, die zeitgleich in der Commerzbank-Arena den VfB empfangen, können durch diesen Spieltag zumindest Punktgleichheit zu den unter Trapattoni nach wie vor völlig unter ihren Möglichkeiten spielenden Schwaben, herstellen. Während aus Stuttgarter Mannschaftskreisen angeblich schon bzgl. Trapattonis Training von Clownerie gesprochen wurde, wittern die Frankfurter ihre Chance im Stuttgarter Durcheinander.

26. November 2005 - Marcel Hermes

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