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Vorschau zum zwölften Spieltag

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Der 12. Spieltag steht vor der Tür und wieder einmal waren zahlreiche deutsche Vertreter unter der Woche international aktiv. So durfte Schalke bereits Dienstag gegen Christoph Daums Club Fenerbahce Istanbul antreten, während Bayern und Bremen ihre Champions League-Partien erst Mittwochabend absolvierten. Hamburg und Stuttgart folgten Donnerstag im UEFA-Cup.

Bayer 04 Leverkusen – Borussia Dortmund
Die Werkself aus Leverkusen empfängt am Samstag Revierclub Borussia Dortmund. Bei den Schwarz-Gelben werden mit Christoph Metzelder (Hexenschuss) und Tomas Rosicky (Leistenprobleme) voraussichtlich zwei Stammspieler ausfallen. Nach dem 2:1 Sieg des letzten Spieltags gegen Gladbach können die Dortmunder bedeutend entspannter an die Sache rangehen. Leverkusen wartet hingegen unter ihrem neuen Trainer Michael Skibbe nach wie vor auf den ersten Sieg.

FC Schalke 04 – MSV Duisburg
Nach der starken Vorstellung in der Champions League ist auf Schalke wieder etwas mehr Ruhe eingekehrt. Die voran gegangenen teilweise blamablen Vorstellungen (0:6 im DFB Pokal gegen Eintracht Frankfurt) brachten Trainer Ralf Rangnick verstärkt in die Kritik. Aber auch Duisburg ist momentan im Aufwind, nachdem sie am letzten Spieltag gegen den VfL Wolfsburg ihren ersten Saisonsieg einfahren konnten.

Hertha BSC Berlin – 1. FC Kaiserslautern
Nachdem die Lauterer zu Beginn der Saison verheißungsvoll gestartet waren, hat sich mittlerweile Ernüchterung eingestellt. Nach nunmehr elf Spieltagen weist die Statistik der Roten Teufel lediglich neun Punkte aus, Platz 17 ist das ernüchternde Ergebnis. Bei der Berliner Hertha ist die Tabellensituation hingegen im Soll. Platz sechs entspricht in etwa dem, was der Hauptstadtklub voraussichtlich auch am Ende der Saison erreichen wird: UEFA Cup.

VfL Wolfsburg – 1. FC Köln
In der VW-Arena kommt es an diesem Spieltag zum Aufeinandertreffen von Gastgeber VfL Wolfsburg und dem 1. FC Köln. Nach dem furiosen Saisonstart stehen die Kölner nach zuletzt sechs Niederlagen in Folge nur noch auf Platz 15. Damit befindet sich die Rapolder-Elf gegen die Wölfe massiv unter Druck. Doch ausgerechnet in dieser Saison präsentieren sich die von Holger Fach trainierten Wolfsburger durchweg solide und stehen nicht unverdient auf dem siebten Tabellenrang.

FC Bayern München – SV Werder Bremen
Nach der Top-Begegnung HSV–Schalke am letzten Spieltag erwartet die Zuschauer diesmal ein noch größerer Fußball-Leckerbissen. Der Rekordmeister aus München empfängt als Tabellenerster den Zweiten Werder Bremen. Beide Mannschaften bilden momentan in der Liga das Maß aller Dinge, einzig der HSV hält noch Anschluss. Sollten die Bayern diese richtungsweisende Partie gewinnen, stünden sie ganze sechs Punkte vor Werder und mindestens vier vor dem HSV.

Eintracht Frankfurt - Arminia Bielefeld
Frankfurt wünscht sich nichts dringlicher, als dass die 1:4-Schlappe bei Werder Bremen nur ein Ausrutscher nach den vorherigen Galaauftritten mit je sechs Treffern war. Bei realistischer Betrachtung jedoch bleiben gegen Bielefeld gute Möglichkeiten, auch wenn die Ostwestfalen nach drei Siegen in Folge auf den neunten Tabellenplatz springen konnte.

Hannover 96 - 1. FSV Mainz 05
Platz 12 gegen Platz 13, auf dem Papier liefert die Begegnung zwischen Hannover 96 und Mainz 05 wenig Schlagzeilenträchtiges, doch gerade solche Spiele muss man in Hinblick auf das Saisonziel gewinnen. Mainz befindet sich nach dem 4:1 der Vorwoche und dem Verlassen der Abstiegsränge auf einer kleinen Erfolgswelle und wird versuchen, die bislang schwache Heimbilanz der Hannoveraner weiter auszubauen.

Borussia M'Gladbach - Hamburger SV (So.)
Wer hätte vor Saisonbeginn ernsthaft gedacht, dass Gladbach gegen Hamburg zu einem echten Verfolgerduell werden könnte? Doch in der Tat treffen sich zwei der erfolgreichsten Mannschaften der Liga, Hamburgs Ambitionen wurden jüngst im UEFA-Cup bestätigt, Gladbach ist das beste Team der letzten Wochen, hat aber nach fünf verlustlosen Partien am letzten Samstag eine Pleite in Dortmund hinnehmen müssen. Zu Hause bleiben die Niederrheiner aber eine Macht, nur Bayern und Bremen können da mithalten, Hamburg muss sich nun im Borussiapark beweisen.

1. FC Nürnberg - VfB Stuttgart (So.)
Ganz im Gegensatz zum einen Sonntagsspiel kommt es im anderen zum Aufeinandertreffen zweier Enttäuschungen. Stuttgarts Schwächephase ist hinlänglich bekannt, keiner der noch so großen Experten hat echte Erfolgstipps für die Schwaben. Bei Nürnberg sollte die Ernüchterung noch viel offensichtlicher sein, doch irgendwie ist man bei den Franken Niederlagen gewohnt und so ist auch der letzte Tabellenplatz verbunden mit der Trainerentlassung von Wolfgang Wolf weniger Krise als vielmehr Alltag in Nürnberg. Vielleicht gelingt gegen den VfB nun ein Befreiungsschlag, welcher Trainer auf der Bank sitzen wird ist noch unklar, vermutlich wird bis Sonntag jedoch kein Kandidat aus der Tüte gezaubert werden können.

04. November 2005 - Marcel Hermes

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